| Hubschrauber •
bAUARTEN |
| Die Entwicklung der Hubschrauber ist natürlich
nicht stehengeblieben. In der heutigen Zeit werden neue
Bauformen wie NOTAR (NOTAil Rotor) und Tilt Rotor weiterentwickelt.
Das X-Wing Projekt, bei welchem der Rotor im Flug stillgelegt
und dann als normaler Flügel
verwendet wird, wird vermutlich noch lange nicht (wenn
überhaupt) zur Seriereife gelangen. Heute sind vor
allem sechs Bauformen wichtig, von denen vier selten sind. |
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Am häufigsten anzutreffen ist die
Kombination von Haupt- und Heckrotor. Das Gegendrehmoment
welches durch den Hauptrotor erzeugt wird, wird durch
den Heckrotor ausgeglichen. Der Heckrotor ist auch für
die Steuerung des Hubschraubers um die Hochachse verantwortlich. |
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Die Anordnung als Tandemrotor wird vor
allem bei grossen Hubschraubern verwendet. Durch die gegenläufigen
Rotoren heben sich die Gegendrehmomente der einzelnen
Rotore auf. Die Konstruktion der Steuerung ist wesentlich
komplizierter als bei einem Helikopter mit Heckrotor.
Die Steuerung um die Hochachse im Schwebeflug erfolgt
durch entgegengesetztes Neigen der Rotorebenen. |
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Die Anordnung von zwei, nebeneinanderliegenden
Rotoren war nie sehr populär. Zwar wurde diese Bauform
beim grössten je gebauten Hubschrauber (Mil V-12)
angewendet, konnte sich aber nie richtig durchsetzen. |
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Beim ineinanderkämmenden Rotor
liegen zwei gegenläufige Rotoren mit nach aussen
geneigten Rotormasten eng beieinander, wobei die Blätter
fast wie Zahnräder ineinander laufen, eben ineinanderkämmen.
Durch die gegenläufige Drehrichtung der Rotoren ist
kein Heckrotor notwendig. Diese Bauform wurde in der frühen
"Hubschrauberzeit" entwickelt, geriet dann aber
in Vergessenheit. In jüngster Zeit wurde diese Art
der Rotoranordnung aber wieder entdeckt und kommt beim
K-MAX, einem einsitzigen Hubschrauber für Aussenlasttransporte
zur Anwendung. |
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Bei der koaxialen Rotoranordnung sind
beide Rotoren übereinanderliegend und gegenläufig
montiert. Die Steuerung um die Hochachse erfolgt durch
unterschiedlich grosse Auftriebserzeugung der beiden "Rotorscheiben".
Je nachdem welcher Rotor mehr Auftrieb liefert, wird ein
Gegendrehmoment erzeugt, welches die Kabine entsprechend
nach links oder rechts drehen lässt. Durch den grossen
Luftwiderstand der Rotorkonstruktion, können solche
Hubschrauber keine grossen Reisefluggeschwindigkeit erreichen.
Erst mit der Entwicklung von starren Rotorsystem lassen
sich die beiden Rotoren näher zusammen montieren,
was den Luftwiderstand wesentlich reduziert. Diese Bauform
kommt vor allem bei östlichen (KAMOV) Hubschrauber
zur Anwendung. |
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Beim NOTAR handelt es sich um einen
Helikopter mit einem Hauptrotor aber ohne Heckrotor. Dieses
Verfahren wurde von McDonnell Douglas (MD-Helicopters)
entwickelt und patentiert. Ein Teil des Hauptrotorabwindes
wird in den Heckauseleger geleitet und dort mit einem
Fan weiter verdichtet. Die Luft strömt nun durch
den Heckausleger und entweicht am Ende durch schwenkbare
Düsen. Diese Düsen werden durch die Pedale gesteuert
und erlauben den Ausgleich des Drehmomentes und die Drehung
des Hubschraubers um die Hochachse. |
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